Innovation des Monats

Graphikkarte reloaded

Separate Graphikkarten sind in Embedded Systems aus Platzgründen kaum noch zu finden, seit die leistungsfähigen Treiber direkt auf den Hauptplatinen Platz gefunden haben.

Bei steigenden Anforderungen an die graphische Ausgabe richtet sich der Fokus jedoch wieder zunehmend auf die Graphikkarte.

Die Peripherie einer besonders anspruchsvollen Anwendung haben Forscher des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) entwickelt. Es handelt sich um die hochauflösende 3D-Projektion von in Echtzeit verarbeiteten Bildsignalen, z. B. zur Visualisierung der Marsoberfläche oder für die 3D-Projektion in Kinos.

Die Leiterplatten-Technologie für diese Hardware wird von ANDUS zur Verfügung gestellt. Bei der s. g. CineCard handelt es sich um eine impedanzkontrollierte Multilayer-Leiterplatte mit zwölf elektrischen Lagen und über 12.000 Bohrungen. Das Layout enthält verschiedene Impedanz-Konfigurationen auf sechs impedanzkontrollierten Signallagen. Obwohl die Elektronik schnelle Signale verarbeitet, ist es mit dem angepassten Design gelungen, eine gute Signalintegrität selbst mit FR4 als Basismaterial zu erreichen.

Die hohe Leistungsdichte der massiv parallelen Signalverarbeitung erfordert neben der standardisierten Stromversorgung über den PCI-Stecker eine zusätzliche Leistungszufuhr über einen eSATAp-Stecker am anderen Ende der Leiterplatte. In gleichem Maße wie diese Leistungserhöhung muss die Elektronikkühlung verstärkt werden, um einen unzulässigen Temperaturanstieg zu vermeiden. Hier bietet ANDUS Design-Tipps und maßgeschneiderte Gegenmaßnahmen.


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